Hydrieren vor km-CT bringt keine Vorteile

Eine RCT (AMACING trial, NCT02106234) aus den NL zeigt (332 vs 328 Pat.), dass bei Pat. mit einer eGFR von 30-59ml/min pro 1,73m2 KOF eine Hydrierung mit im Mittel 1.637ml NaCl 0,9% keinen Vorteile bringt. Post-CT Nephropathie (CIN) in 2,6% vs 2,7%. Keine Hämodialysen oder gar Todesfälle nach 35 Tagen, aber 5,5% Komplikationen durch die Hydrierung (4% CHF, 1,2% Arrythmien, 0,3% Hypernatriämie). Kosten fallen die Hälfte an (€1.455 vs €792).

Es gibt sicher Kliniken, bei denen in dieser Konsgellation kein Kontrastmittel gegeben wird mit dem Fazit, dass die CT Untersuchung eigentlich für fast jegliche Fargestellung unbrauchbar wird. Wie stets mit den entsprechenden Leitlinien? Wer weiß da mehr? In den ESUR Leitlinien vs 7.0 ist von einer KI keine Rede, nur von Vorsichtsmaßnahmen bei einer eGFR <60ml/min/1,73 m2KOF. Neu ist also, dass die Hydratation keinen Vorteil eher Nachteile birgt.

Nijssen EC et al. Prophylactic hydration to protect renal function from intravascular iodinated contrast material in patients at high risk of contrast-induced nephropathy (AMACING): a prospective, randomised, phase 3, controlled, open-label, non-inferiority trial. Lancet. 2017 [Epub ahead of print]

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