Malignitätsrisiko muzinöser zystischer Pankreastumoren MCN

Multizenterstudie – bislang größte dieser Art, an 349 Pat. aus einer Serie von 1667 resezieren Pat.mit zystischen Pankreastumoren, die eine MCN hatten. Insgesamt fanden sich in 14,9% Adenokarzinome oder hochgradei Dysplasie. Unabhängige proäop. Risikofaktoren für Malignität waren: Männer, Lokalisation Pankreaskopf, Größe, solide Anteile, erweiterter Gang. Keine einfluß hatten die präop. Flüssigkeitsaspiration mit Bestimmung CEA, Amylase oder Muzin. CA19-9 war präop im Serum bei den Karzinomen signifikant erhöht. 43,1% der Karzinome waren Lymphknoten postiv. Das DFS lag bei 64%, das OS@3y bei 59%. Die Autoren schleißen, dass die Indikaiton zur Resektion überdacht werden sollte.

Dazu gibt es eine lesenswerten Artikel von Prof. M.W. Büchler und Mitarbeitern, dem man sich nur anschließen kann, der derzeit keinen Anlass sieht die europäische Vorgehensweise – Resektion muzinöser Läsionen zum Zeitpunkt der Diagnose, zu verlassen. Schärfster Kritikpunkt der Studie und vieler anderer derselben Art ist, dass ja alle Pat. reseziert wurden und man damit den klinischen weiteren Verlauf ja nicht untersuchen kann und es ist derzeit darüber sehr wenig Wissen vorhanden.

Postlewait LM et al. Association of Preoperative Risk Factors With Malignancy in Pancreatic Mucinous Cystic Neoplasms. JAMA Surg 2016

Hackert T. et al. Mucinous Cystic Neoplasms of the Pancreas. JAMA Surg 2016

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