Hintergrundgeräusche beeinflussen SSI

Witzige Beobachtung, von Studie kann keine Rede sein (weder statistisch „powered“ und kleine Fallzahl N=64) bei anteriorer Leistenhernienversorgung (nur Männer). Aber trotzdem 1 Ergebnisse und ein Interpretation: SSI – 1 (oberflächliche Wundinfektion) höher als erwartet, nämlich 7,8% (alle Patienten wurden über einen längeren Zeitraum nachkontrolliert) und die Interpretation als Epiphänomen oder Surrogatparemter, dass der erhöhte Hintergrundlärm beim Wundverschluß auf eine mangelnde Konzentration am Ende der OP hinweisen könnte. Im Sinn „die OP ist eh schon fertig, die Assistenzen und die OP-Instrumentarien treten ab oder räumen zusammen … da kann was umsteril werden etc.

Daher gehört nicht nur am Anfang der OP ein „time out“, sondern die OP ist mit einem 2. „time out“ nach der Wundversorgung, und wirklich wenn diese mit einem Verband beendet ist, fertig. Das muss Unternehmenskultur sein und das sind wir den uns anvertrauten Patienten schuldig.

Dholakia S et al. The association of noise and surgical-site infection in day-case hernia repairs. Surgery 2015 (ePub)

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