Proximaler tumorfreier Resektionsrand beim Magenkarzinom

In dieser retrospektiven Analyse an 1.888 Patienten aus Südkorea zeigt, dass nach Stratifizierung nach dem Tumorstadium kein Unterschied zwischen einem mehr oder weniger als 3cm freien Resektionsrad in Bezug auf das Gesamtüberleben besteht.

In Südkorea, im Unterschied zu den S3 Leitlinien in Deutschland, werden 5cm bei lokal fortgeschrittenem und 2 cm beim frühen Tumorstadium proximaler tumorfreier Resektionsabstand geforderte. Die Autoren fordern nach ihren Ergebnissen nun lediglich eine freien Resektionsrand (R0). Nach den Ergebnissen aus Italien verdichten sich damit die Hinweise, dass die bei uns geforderten tumorfreien proximalen Abstände von 5cm beim intestinalen und 7cm beim diffusen Magenkarzinom zu weit gegriffen sind. Diese Leitlinie bedingt, dass praktisch zumindest beim diffusen Magenkarzinom, wenn der Tumor nicht gerade präpylorisch sitzt, nie die mit einer deutlichen Lebensqualität einhergehende subtotale Magenresektion durchgeführt werden kann. Zudem weiß jeder, der operiert wie schwierig und damit unterschiedlich es ist, den oralen Sicherheitsabstand verlässlich und reproduzierbar zu messen.

Kim MG et al. The distance of proximal resection margin dose not significantly influence on the prognosis of gastric cancer patients after curative resection. Anticancer Res 2014;34:6283-88

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