Zeitlicher Verzug bis zur Appendektomie erhöht nicht das Risiko einer Perforation

Neuerlich zeigt eine retrospektive Studie an 9048 erwachsenen Patienten, dass die zunehmende zeitliche Verzögerung von Symptomen bis zur Appendektomie in einer Multivarianzanalyse keinen unabhängigen Faktor für eine Perforation darstellt (odds ratio =  1,0 [95% CI: 0,99-1,01]). Faktoren, die mit einer Perforation assoziiert waren (15,8% Perforationen im untersuchten Kollektiv) sind männliches Geschlecht, Alter (ältere Pat. mit erhöhten Risiko) und Komorbiditäten.

Vor diesem verdichteten Hintergrund muss man die bisherige Ansicht des natürlichen Verlaufes einer Appendizitis revidieren. Eine Perforation scheint durchaus komplexer zu sein als bisher angenommen und nicht von der Zeit abhängig zu sein.

Drake FT et al. Time to Appendectomy and Risk of Perforation in Acute Appendicitis. JAMA Surg. 2014 Jul 2

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