Niedrigeres Entartungsrisiko zystischer Pankreasneoplasien als bislang angenommen

In einer retrospektiven Studien an 1815 Patienten mit asymptomatischen zystischen Neoplasien des Pankreas, die zunehmend häufiger durch verbesserte Bildgebung als Zufallsbefund entdeckt werden, war das ermittelte Entartungsrisiko niedriger als in vorherigen Studien. Allerdings liegt es auch signifikant höher als bei Patienten ohne Zysten.
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Wir raten Patienten mit einem Entartungsrisiko > 1-2% zur Resektion, wenn das po. Risiko sich in derselben Höhe bewegt. Denn es bleibt für den einzelnen Patienten unklar, wie hoch sein Risiko ist, zum anderen verschwindet das Risiko nicht wenn eine „watchful waiting“ Strategie eingeschlagen wird, die Patienten werden nur älter, womit sich das po. Risiko erhöht und das Nutzen Risiko Profil sich dementsprechend ungünstig verschiebt. In letzter Zeit sind wir dazu übergegangen mit einer po Morbidität von 17% und Mortalität von 0% organ-/parenchymerhalten zu operieren, das heißt nur die Läsion zu entfernen. Essentiell notwendig ist eine interventionelle Endoskopie auf höchstem Niveau (präop. Schienung des D. pankreatikus um ihn intraop. zu erkennen und Seitenäste zu übernähen, postop. endoluminäre [evt. transduodenale] Drainage).

Wu BU et al. Prediction of malignancy in cystic neoplasms of the pancreas: a population-based cohort study. Am J Gastroenterol 2014;109:121-9

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