Zunahme der Schilddrüsenkarzinome ins rechte Licht gerückt

Epidemiologische Arbeit aus den Daten des SEER (Surveillance, Epidemiology, and End Results). Seit 1975 hat sich die Inzidenz der Schilddrüsenkarzinome verdreifacht (4,9 auf 14,3 pro 100.000 Einwohner pro Jahr; absolut 9,4; relativ (RR) 2,9 [95% CI: 2,7-3,1]). Dies ging hauptsächlich zu Lasten der papillären Karzinome (3,4 auf 12,5%; absolut 9,1; RR 3,7 [95% CI: 3,4-4,0]). Der absolute Anstieg war bei Frauen 4-fach höher als bei Männern. Die Mortalität war allerdings im beobachteten Zeitraum zwischen 1975 und 2009 konstant (0,5 pro 100.000).

Diese Daten bestätigen wiederholt das Problem der Mikrokarzinome der Schilddrüse (sind immer papilläre Karzinome – habe schon mehrfach in diesem Blog berichtet), deren klinischer Wert umstritten ist und Experten, wie Prof. K.W. Schmid, Direktor der Pathologie und Neuropathologie der Universität Essen, haben immer wieder auf Diskrepanzen hingewiesen. Interessant werden in diesem Zusammenhang die Ergebnisse der Wiener Gruppe sein, die der desmoplastischen Reaktion des Stroma beim Mikrokarzinom Bedeutung für die Aggressivität beimessen.

Davies L et al. Current Thyroid Cancer Trends in the United States. JAMA Otolaryngol Head Neck Surg. Published online February 20, 2014

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