Resektion nach Langzeitchemotherapie beim Pankreaskarzinom

Neoadjuvante Chemotherapie über eine relativ lange Zeit kann bei Pat. mit einem Pankreaskarzinom, die primär nicht oder marginal operabel waren, doch zu einer Resektabilität führen. Dies zeigt eine Studie von Kadera et al. Es werden in diesem Zusammenhang 49 Patienten beschrieben, bei denen nach 7,1 Monaten (5,4 bis 9,6 Monaten) Chemo, 75% einer pyloruserhaltenden Duodenocephalopankreatektomie unterzogen werden konnten. Bei nur 3 Patienten musste die Pfortader reseziert werden. 75,5% waren Lymphknoten negativ (ypN0), 85% konnten R0 reseziert werden und etwas mehr als die Hälfte hatten einen kompletten pathologische Response (pCR). Das mediane Gesamtüberleben betrug 40,1 Monate (22,7-65,9). Unabhängige Prognosefaktoren waren pCR und SMAD4 Status.

Wir haben ähnliche Erfahrungen gemacht und in letzter Zeit Patienten, vor allem Frauen unter FOLFIRINOX, schlussendlich nach relativ langer neoadjuvanter Chemo R0 resezieren können. Unsere Erfahrungen sind noch prämatur, es zeichnet sich aber hier ein Paradigmenwechsel ab.

Kadera BE et al. Locally Advanced Pancreatic Cancer – Association Between Prolonged Preoperative Treatment and Lymph-Node Negativity and Overall Survival. JAMA Surg. 2014;149(2):145-153

Hohla, F et al. Female gender may predict response to FOLFIRINOX in patients with unresectable pancreatic cancer: A single institution retrospective review. Int J Oncol. 2014; 44(1):319-326

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