Postoperative Komplikationen gehen an ChirurgInnen nicht spurlos vorüber

Wesentliche Einflussfaktoren der Verarbeitung der psychischen Belastung waren in dieser Umfrage unter ChirurgInnen in England, in wieweit die Komplikationen verhindert hätte werden können, die Erfahrung der ChirurgInnen, die Reaktion der betroffenen Patienten und die Unternehmenskultur im Sinne einer offenen Fehlerkultur. Alleine über Komplikationen mit anderen erfahrenen ChirurgInnen reden und die ganze Sache auf eine rationale Ebene verlagern zu können sind die wichtigsten Mechanismen des „copings“. Um Fehler zu vermeiden wünschen sich die Mehrheit der Befragten ein verbessertes Monitoring, Teamwork, die Möglichkeit über Komplikationen sprechen zu können ohne sich dafür schämen zu müssen.

An der UK für Chirurgie wird großes Augenmerk auf eine Fehlerkultur gelegt, die mit Hilfe einer ganzen Reihe von qualitätssichernden Maßnahmen, wie transparente Komplikationsstatistiken, in der alle (inkl. Vorstand) Operateure inkludiert sind, Morbidität & Mortality Besprechungen mit rationaler, umemotioneller Darlegung aller Fakten vor allen Mitarbeitern der UK für Chirurgie, etc. begleitet wird. Wir haben die Erfahrung gemacht, dass dieses Qualitätsmanagement für das Teamwork und die psychische Stabilität der Mitarbeiter hohen Einfluss hat.

Pinto A et al. Surgical complications and their implications for surgeons’ well-being. British Journal of Surgery 2013; 100: 1748–1755

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