4. Session Hernienchirurgie (Wagrain)

Köckerling (Berlin) Einführungsreferat. Zertifizierung, die Ergebnisqualität zum Ziel hat. Bsp. Dänemark: Qualität bereits durch gemeinsame Workshops und Register verbesserbar. Rez.rate auf 50% gesenkt. Schlüssel ist Kenntnis der eigenen Daten im Vergleich. „Krankenkassen sind ausschließlich an Ergebnisqualität interessiert“ (Leber, Leiter GKV). Register für Medizinprodukte müssen etabliert werden (Prof. Bauer, DGC, vor dem Hintergrund des Brustimplantatskandals). Register macht Versorgungsforschung (in den USA durch Obama Milliarden für comperative effectivness research zur Verfügung), Ergebnisqualität, edukative Komponente, Verlaufsbeobachtung, Vergleich mit anderen, Transparenz. Warum Zentren? Hernienchirurgie ist nicht einfacher geworden. Prävalenz steigt. Fälle komplexer (rezidive), taillored approach, kaum ein ChirurgIn beherrscht alle Methoden, Kassen suchen Vertragspartner (zumindest in D). 3-Stufen Konzept: Siegel – Kompetenzzentrum – Referenzzentrum. Siegel Vorgaben: > 200 Fälle, Spezialisten, beherrschen im Verbund alle Methoden, Standards, QS, Herniensprechstunde, Teilnahme an Workshops und Kongressen, Studien, Zertifizierung. DGAV hat AG Hernien mit DHG zusammen Zertifizierungsvoraussetzungen geschaffen, DHG Siegel als erster niedriger Schritt. Kontrolle nach einem Jahr. Ist Voraussetzung für Erstzertifizierung. >200 Hernien und davon 30 Narbenhernien, 1x pro Woche Spezialambulanz, Behandlungspfad für postoperativ. Schmerztherapie, 1xM&M im Monat, Sono muss vorhanden sein, ambulantes operieren muss mgl. sein, Schmerzintensitätsskala, kompl. leiste < 5% Re-op Leiste < 2%, re-op Narbenhernien <10%, etc. (Durchschnittswerte HerniaMed). Letzte Stufe nach Kompetenzzentrum ist das Referenzzentrum. Sprung ist nicht auf Fallzahl beschränkt, sondern das wesentliche ist die wissenschaftliche Beschäftigung und alle standard-Methoden müssen vorgehalten werden. Weiters + 5 komplexe Hernien, wie Parakolostomiehernien, 5 Hiatushernien, Kooperationsvertrag mit plastischer Chirurgie. Hospitationen und Fortbildungsveranstaltungen müssen angeboten werden. Vieles kann über Kooperationen abgedeckt werden.

Podiumsdiskussion: in Ö wird das Wort Referenzzentrum nicht möglich sein, da dies im ÖSG definiert ist und für Onkologie, Thoraxchirurgie, etc. Vorbehalten bleibt. Auditoren werden von der DGAV ausgesucht.

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