Mythen in Bezug auf Malignome

Tumorerkrankungen sind:

1. ein Todesurteil

2. eine Erkrankung der Reichen

3. eine Erkrankung der westlichen Welt

4. eine Erkrankung, die nur im Alter vorkommt

Interessant und nebenbei: The European Society for Medical Oncology (ESMO) announced that it is supporting World Cancer Day by dispelling another myth about cancer — that personalized medicine is „already a reality for all cancer types and all cancer patients.“

 Union for International Cancer Control (UICC)

Auf twitter: #WorldCancerDay

Statement des American College of Surgeons zur SILS-Kolonresektion

… , SIL colorectal surgery is unlikely to have as great of an impact as one would like to believe because this technique still does not address the existing limitations that traditional laparoscopy has not been able to overcome.

Wir sind an der UK für Chirurgie schon seit geraumer Zeit von der SILS zur MILS Technik gewechselt, da diese weit mehr Sicherheit für den Patienten bietet und von der Rationale her auch Vorteile gegenüber der 3- oder 4-Port (derzeit übliche Standardmethode) oder single-Port (SILS) Technik mit sich bringt. Vor allem sind die postoperativen Schmerzen geringer, da diese eindeutig von der längsten Einzelinzision abhängen. Die SILS schneidet dabei am schlechtesten ab (Inzisionslänge 5-7cm), die MILS am besten (<5mm). Postoperative Schmerzen sind ein signifikanter Faktor, der die Rekonvaleszenz und postoperative Morbidität beeinflussen.

Postoperative Komplikationen und kardiopulmonale Reanimation

Einer Analyse des American College of Surgeons zufolge, die im Rahmen des NSQIP (Qualitätssicherungsprogramm) durchgeführt wurde, muss fast jeder 200-erste (1 aus 203) operierte Patient im Zuge des stationären Aufenthaltes reanimiert (CPR) werden (86% postoperativ, 50% innerhalb der ersten 5 po. Tage). Die Prognose dieser Patienten ist schlecht, 70% sterben innerhalb der nächsten 30 Tage. Es gibt einen Zusammenhang mit postoperativer Morbidität und CPR. Daher muss es das Ziel sein, die postoperativen Komplikationen zu senken.

Diese Analyse bestärkt mich in meiner Ansicht, die ich klinisch immer wieder bestätigt finde. Die Kette der Ereignisse, die postoperativ zum Tod führen, beginnt häufig mit einer chirurgischen Komplikation. Man gewinnt dann den Eindruck, dass man immer einen (therapeutischen) Schritt dem Geschehen hinterherhinkt und der Verlauf nicht mehr signifikant beeinflussbar ist. Das ist eine schreckliche Situation. Alle Ärzte/Ärztinnen sollten sich im klaren sein, dass auch wenn der Obduktionsbefund kardiopulmonales Versagen als Todesursache nennt, die Ursache dafür möglicherweise irgendwo anders angefangen hat.
An der UK für Chirurgie beträgt die postoperative Mortalität (Krankenhausmortalität) rezent unter kontrollierten Bedingungen erhoben 0,2% und für 2012 und 0,6%

Hadiza S. Kazaure, Sanziana A. Roman, Ronnie A. Rosenthal, Julie A. Sosa. Cardiac Arrest Among Surgical Patients An Analysis of Incidence, Patient Characteristics, and Outcomes in ACS-NSQIP JAMA Surg. 2013;148(1):14-21