Postoperative Komplikationen und kardiopulmonale Reanimation

Einer Analyse des American College of Surgeons zufolge, die im Rahmen des NSQIP (Qualitätssicherungsprogramm) durchgeführt wurde, muss fast jeder 200-erste (1 aus 203) operierte Patient im Zuge des stationären Aufenthaltes reanimiert (CPR) werden (86% postoperativ, 50% innerhalb der ersten 5 po. Tage). Die Prognose dieser Patienten ist schlecht, 70% sterben innerhalb der nächsten 30 Tage. Es gibt einen Zusammenhang mit postoperativer Morbidität und CPR. Daher muss es das Ziel sein, die postoperativen Komplikationen zu senken.

Diese Analyse bestärkt mich in meiner Ansicht, die ich klinisch immer wieder bestätigt finde. Die Kette der Ereignisse, die postoperativ zum Tod führen, beginnt häufig mit einer chirurgischen Komplikation. Man gewinnt dann den Eindruck, dass man immer einen (therapeutischen) Schritt dem Geschehen hinterherhinkt und der Verlauf nicht mehr signifikant beeinflussbar ist. Das ist eine schreckliche Situation. Alle Ärzte/Ärztinnen sollten sich im klaren sein, dass auch wenn der Obduktionsbefund kardiopulmonales Versagen als Todesursache nennt, die Ursache dafür möglicherweise irgendwo anders angefangen hat.
An der UK für Chirurgie beträgt die postoperative Mortalität (Krankenhausmortalität) rezent unter kontrollierten Bedingungen erhoben 0,2% und für 2012 und 0,6%

Hadiza S. Kazaure, Sanziana A. Roman, Ronnie A. Rosenthal, Julie A. Sosa. Cardiac Arrest Among Surgical Patients An Analysis of Incidence, Patient Characteristics, and Outcomes in ACS-NSQIP JAMA Surg. 2013;148(1):14-21

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